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Demokratie selber machen

Das Schwarzburg-Projekt

Abgehängt, unmodern, konservativ und anfällig für undemokratische Einstellungen – an Klischees über den ländlichen Raum und seine Bewohner mangelt es nicht. Stadt und Land drohen sich immer weiter voneinander wegzubewegen. Gleichzeitig scheint sich die Ermüdung gegenüber etablierten Formen der Demokratie besonders außerhalb der Städte zu verstärken. Beschleunigt durch den demografischen Wandel droht sich die angebliche Stadt-Land-Spaltung sogar noch weiter zu verschärfen.

Das Schwarzburg-Projekt setzt genau hier an. Es tritt den offensiven Beweis an, dass eine lebendige, vielfältige und demokratische Gesellschaft unter den richtigen Voraussetzungen im ländlichen Raum wachsen und gedeihen kann.

Um diese Vision Wirklichkeit werden zu lassen, hat sich ein Netzwerk aus regionalen und überregionalen Akteuren zusammengeschlossen, einem gemeinsamen Leitbild verschrieben und entwickelt in 2017 gemeinsam mit Bürgern vor Ort ein erstes Konzept für Schloss Schwarzburg und die Region. Der Zeitpunkt ist gut gewählt: 2019 feiert die deutsche Demokratie ihr 100jähriges Jubiläum. In Schwarzburg wurde 1919 die erste Seite dieser Geschichte aufgeschlagen, als Reichspräsident Ebert auf Schloss Schwarzburg mit seiner Unterschrift unter die Weimarer Verfassung die erste deutsche Demokratie ins Werk setzte und somit den symbolischen Startschuss für einen Aufbruch in die Demokratie wagte. So wie damals die Zukunft ungewiss war und der Aufbruchswille groß, so soll heute noch einmal eine Dynamik demokratischer Erneuerung aus dieser Region ausgehen.

Rückblick – von der Idee zu ersten Ergebnissen

„Wir wollen eine lebendige, vielfältige, offene und demokratische Gesellschaft im ländlichen Raum, an der alle Bürger teilhaben und mitarbeiten können. Dabei wollen wir keinen starren Rahmen vorgeben, sondern einen dynamischen Prozess anschieben, der kontinuierlich fortgesetzt wird“, so Sebastian Heuchel von Partnerschaften für Demokratie in Saalfeld-Rudolstadt. 

Durch diesen Prozess soll die Region Saalfeld-Rudolstadt (ausgehend vom Schloss Schwarzburg) zu einem Lebens-, Erfahrungs- und Experimentierraum geöffnet werden, der – mit Blick in die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft – einlädt, sich selbstbewusst und eigenverantwortlich an dieser Entwicklung zu beteiligen: zu jedem Zeitpunkt sowie in allen Bereichen des Alltags. Gemeinsam mit den Menschen vor Ort sollen demokratische Strukturen weiterentwickelt, neue Formen der Beteiligung ausprobiert und neue Wege des gesellschaftlichen Zusammenlebens beschritten werden.

Gemeinsames Leitbild „Das Schwarzburg-Projekt – Demokratie selber machen!“

Die Vision für das Schwarzburg-Projekt ist vielschichtig. Über das Schloss Schwarzburg als dem Projektzentrum hinaus sind Demokratierouten angedacht, die weitere Demokratie-Orte und -angebote in der Region miteinander verbinden. Damit öffnen sich zwei große Projektstränge, die immer gemeinsam gedacht, für die weitere Arbeit allerdings vorerst thematisch getrennt werden, womit sich die zwei Arbeitsgruppen „AG Schloss“ und „AG Region“ gebildet haben. Sie widmen sich unterschiedlichen Aspekten des Gesamtprojekts, definieren Einzelprojekte und Arbeitsetappen und stehen im engen Austausch zueinander. Unterschiedliche Beteiligungsformate in den Arbeitsgruppen laden zur Beteiligung im Netzwerk ein.

Zusammenarbeit und Beteiligung im Netzwerk

Integraler Bestandteil des Netzwerks sind Bürger aus der Region, die explizit eingeladen werden, sich an diesem demokratischen Prozess der Selbstermächtigung zu beteiligen!

Die Bildungszentrum Saalfeld GmbH bringt sich als Netzwerkpartner intensiv in den Prozess der Konzeptentwicklung für „Das Schwarzburg-Projekt. Demokratie selber machen!“ in 2017 ein. Mit finanzieller Unterstützung der Lokalen Partnerschaft für Demokratie Saalfeld-Rudolstadt begleitet das Bildungszentrum die Projekt-Lenkungsgruppe und konzentriert sich in der „AG Region“ auf die Projekt-Einbindung und Stärkung bereits vorhandener „Demokratie-Partner“ in der Region.

Kurzvorstellung: AG Region

Denn zahlreiche Gedenkstätten, Institutionen oder Vereine in der Region laden bereits heute dazu ein, sich mit dem Thema der Demokratie aus geschichtlicher Perspektive auseinanderzusetzen oder sich in Form von Beteiligungsprozessen aktiv für die Region einzubringen. Viele weitere bergen das Potential, Demokratie theoretisch wie praktisch in ihre Arbeit einzubauen und entsprechende Angebote zu entwickeln.

Gemeinsam mit jenen Partnern sowie Bürgern vor Ort möchten wir Wege finden, insbesondere die bereits vorhandenen Angebote zu vernetzen und zu stärken.

Unsere Vision für die Region: Zahlreiche Akteure aus Bildung, Tourismus, Kultur, Sport, Zivilgesellschaft, Verwaltung, Politik und dem Gemeinwesen entwickeln und gestalten in den nächsten Jahren mehrere Routen entlang von Demokratie-Stätten und -angeboten im Landkreis, die in unterschiedlicher Art und Weise – z. B. zu Fuß oder mit dem Fahrrad - erkundet werden können und mit Schloss Schwarzburg in enger Verbindung stehen. Diese laden ein zum Nachdenken über und vor allem zum Ausprobieren demokratischen Handelns. Sie bieten Raum zur Selbstwahrnehmung, zur Erkundung der wechselvollen Geschichte der Demokratie, zum Kennenlernen von Persönlichkeiten, die gestern und heute Gestalter waren und sind und laden ein, mitzugestalten. Angesprochen werden ebenso Bürger vor Ort wie Besucher der Region.

Ansprechpartner

„Das Schwarzburg-Projekt“

Projektkoordination

Denkort(e) der Demokratie
für die
Bildungszentrum Saalfeld GmbH: 

Helena Reingen
Tel.: 03671 4583829
h.reingen@bz-saalfeld.de


Gemeinsames Leitbild

Kurzvorstellung AG Region

Rückblick - Von der Idee zu ersten Ergebnissen

Zusammenarbeit und Beteiligung


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